Der TV 1862 Langen bei der Challenge Roth 2026
Drei Langener, drei Schicksale, ein unvergesslicher Mythos:
Die Challenge Roth gilt als das Mekka des europäischen Triathlons – und im Jahr 2026 schrieben drei Athleten des TV 1862 Langen dort ihre ganz eigenen, höchst unterschiedlichen Geschichten. Frank, Simon und Alexander stellten sich der legendären Langdistanz 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren, 42,2km Laufen. Was sie erlebten, war eine Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen absolutem Triumph, taktischen Meisterleistungen und dem harten Kampf gegen die Tücken des Tages.
Roth ist ein Dorf: Die Magie vor dem Start
Wie klein die Triathlon-Welt ist, zeigte sich schon vor dem ersten Startschuss. Frank staunte nicht schlecht, als er auf dem Campingplatz direkt am Main-Donau-Kanal ein Auto mit Offenbacher Kennzeichen entdeckte – und kurz darauf Simon sein Zelt exakt neben ihm aufschlug! Nach monatelangem Training traf sich die Langener Express-Abordnung also zufällig Hecke an Hecke wieder. Während Frank die Ruhe vor dem Sturm bei einem Plausch mit Sebastian Kienle auf der Expo genoss, stieg bei Alexander die positive Anspannung. Er hatte sich bereits ein Jahr zuvor morgens um 4:30 Uhr für sein Ticket in die Schlange gestellt.
Das Rennen: Wind, Wellen und ein historisches „Zucker-Malheur“
Der Renntag forderte den dreien alles ab. Aufgrund der Hitze im Vorfeld herrschte im Kanal ein Neopren-Verbot. Alexander nutzte seine Schwimmstärke und zog vorne weg in seiner Startgruppe. Simon profitierte dabei von guter Vorbereitung: „Meine Schwimmzeit war vier Minuten besser als 2025; das ist auch dein Verdienst, Alex!“, bedankte er sich später.
Auf dem Rad wurde es für alle drei ungemütlich: Heftige, gefährliche Windböen auf der Strecke. Simon, als Leichtgewicht mit Scheibenrad und Hochprofilfelge unterwegs, musste aus Sicherheitsgründen oft die Aero-Position verlassen – der Wind zog ihm sprichwörtlich „den Stecker“. Alexander bewies auf dem Rad taktisches Geschick, sorgte aber unfreiwillig für den Lacher des Tages: In einem kleinen Stimmungsnest wollte er sich und das Publikum mit Wasser kühlen, erwischte aber seine Eigenverpflegung. Das Resultat: klebriger Zucker über Helm, Anzug und dem begeisterten Publikum!
Der Solarer Berg entschädigte jedoch für alle Strapazen: Ein Gänsehaut-Spalier, laut, eng und absolut magisch. Frank erlebte kurz nach dem Radwechsel (T2) seinen ganz persönlichen Starmoment, als ihm keine Geringere als Weltmeisterin Anne Haug einen Becher reichte und ihm ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
