✨ Ein Wochenende, das bleibt – Reykjavik Halbmarathon 2026 / Rainer L.
Reykjavik hat uns vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen. Eine Stadt, die man nicht einfach besucht, sondern erlebt – und wir durften sie laufend entdecken. Unser siebter Halbmarathon in einer neuen Stadt, und doch fühlte sich dieser ganz besonders an. Vielleicht lag es an der Culture Night, vielleicht an den Menschen, vielleicht an der Atmosphäre, die man schwer in Worte fassen kann.
Schon die Expo war ein Vorgeschmack auf das, was kommen sollte: lange Schlangen, viel Geduld – und dann pure Herzlichkeit. Riegel, Gels, Obst, kleine Geschenke, ein Glücksrad, das niemanden leer ausgehen ließ. Man merkte sofort: Hier geht es nicht nur ums Laufen, sondern ums Miteinander.
Am Renntag wurde diese Stimmung noch stärker. Fast 2 Millionen Euro wurden für wohltätige Zwecke gesammelt. Menschen aller Altersgruppen, aller Hintergründe, mit und ohne Einschränkungen – alle gemeinsam auf der Strecke. Niemand wurde gehetzt, niemand übersehen. Selbst der letzte Läufer wurde noch am Nachmittag begleitet ins Ziel gebracht. Ein Lauf, der zeigt, was echte Inklusion bedeutet.
Die ersten Kilometer durch die Wohngebiete waren ein kleines Fest für sich. Familien standen am Straßenrand, Kinder jubelten, Musik spielte aus Lautsprechern, manche Zuschauer waren verkleidet. Und dann diese kleinen Gesten: Cupcakes, Obststücke, Sektgläser, sogar Mini-Bierproben. Man lief nicht nur durch eine Stadt – man lief durch die Herzen der Menschen.
Am Meer entlang wurde es ruhiger, fast meditativ. Und im Ziel wartete wieder diese warme, offene Stimmung, die Reykjavik so besonders macht.
Abends verwandelte sich die Stadt in ein einziges Kulturfestival. Museen, Konzerte, offene Gärten, Waffeln, Musik an jeder Ecke. Ein Tag, der mit einem Feuerwerk endete – und mit dem Gefühl, etwas erlebt zu haben, dass man nicht vergisst.
Reykjavik, du warst außergewöhnlich. Ein Lauf, der bleibt. Ein Wochenende, das nachklingt. 🇮🇸💙